Der Bärlauch schießt zurzeit, dass man ihn mit der Sense mähen könnte. Aber er ist für Ungeübte Sammler leicht mit seinen Giftigen „Ebenbildern“ Herbstzeitlose und Maiglöckchen zu verwechseln.
Das aromatische Wildkraut, das in schattigen Laubwäldern und an Feuchtstellen wächst, ist nicht nur in der Küche sehr geschätzt, sondern punktet auch mit seinen gesundheitsfördernden Eigenschaften. Für viele Menschen ist es eine liebgewonnene Tradition, im Frühjahr zum Sammeln des schmackhaften Wildkrauts aufzubrechen. Allerdings kommt es jedes Jahr zu gefährlichen Verwechslungen mit Maiglöckchen und Herbstzeitlose. Gerade sind auch seine giftigen Verwechslungspartner oft noch sehr klein, was es besonders schwer macht, sie eindeutig zu erkennen. „Gerade bei jungen Pflanzen heißt es, besonders vorsichtig zu sein. Erst mit zunehmendem Wachstum und vor allem während der Blütezeit lässt sich der Bärlauch leichter von seinen giftigen Verwechslungspartnern, Maiglöckchen und Herbstzeitlose, unterscheiden. Wer früh sammelt, sollte daher besonders genau hinschauen – oder im Zweifel lieber auf die Ernte verzichten“, so Carolina Trcka-Rojas, Expertin beim Naturschutzbund Österreich.
Bärlauch duftet nach Knoblauch
Das eindeutigste Kennzeichen des Bärlauchs ist sein intensiver Knoblauchduft. Ein leicht zwischen den Fingern zerriebenes Blatt verströmt sofort den typischen Geruch. Bleibt dieser aus, sollte man die Pflanze keinesfalls verwenden. Aber: Der Duft kann an den Händen haften bleiben, daher empfiehlt es sich, die Hände zwischendurch zu reinigen. Bärlauch-Blätter sind lindgrün, weich und elliptisch geformt. Maiglöckchen-Blätter sind dunkelgrün und viel fester als Bärlauch. Herbstzeitlosen-Blätter sind lanzenförmig und fast ungestielt. Sobald die Pflanzen blühen, ist eine Verwechslung auch für Laien kaum mehr möglich. In der frühen Wachstumsphase ist jedoch besondere Aufmerksamkeit gefragt, um die Pflanzen richtig voneinander zu unterscheiden.