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20. August 2026

Hannes Christler, Lesachtal: 40 Jahre im Dienst der Kirche

Hannes Christler stammt aus einer sehr religiösen Familie. Vielleicht war es genau diese Prägung, die dazu führte, dass er bereits mit sechs Jahren als Ministrant in der Pfarre Liesing begann. Bis zu seinem 17. Lebensjahr versah er diesen Dienst. 1987 suchte der damalige Pfarrer Karl Menzinger einen Mesner – eine Aufgabe, die Christler zunächst nur übergangsweise übernehmen wollte. Heute, vier Jahrzehnte später, ist der Vater von vier Kindern noch immer im Amt.

Von Hans Guggenberger

V. l.: Pfarrer Wolfgang Hohenberger, Hannes Christler (Mesner) und Sophie-Madeleine Stabentheiner (Pfarrgemeinderat). Foto: Hans Guggenberger

„40 Jahre, in denen er nahezu bei jedem Gottesdienst anwesend war“, betont Pfarrer Wolfgang Hohenberger. „Ob Sonn- und Feiertage oder Wochentagsmessen – auf Hannes ist immer Verlass.“ Er bereitet die Prozessionen vor. Fahnen, Laternen und der Baldachin müssen vom Dachboden geholt und rechtzeitig bereitgestellt werden. Die Pfarrkirche Liesing verfügt über einen barocken Altar, der für verschiedene liturgische Feiern regelmäßig umgestaltet wird. Besonders zu Weihnachten und Ostern ist dies mit erheblichem Aufwand verbunden. „Da kommt meine Arbeit zu Hause und meine Familie manchmal zu kurz“, sagt Christler offen.

Wohlfühlort Kirche

In den vergangenen 40 Jahren hat er – zunächst gemeinsam mit seinem Vater Johann, später allein – viele Reparaturen an den Glocken, der Kirchenuhr sowie an der Beleuchtung und Beschallung im Kirchenbereich übernommen. Alles in seiner Freizeit und ehrenamtlich. „Er verwaltet auch den Friedhof und ist Ansprechpartner für alle denkbaren Fragen in Sachen Kirche“, würdigt Pfarrer Hohenberger seinen Mesner am „Hohen Frauentag“. Und mit einem Schmunzeln ergänzt er: „Wenn im Pfarrhof ein Schrank klemmt oder Möbel zusammengebaut werden müssen – wer packt an? Unser Hannes.“ Christlers Engagement wiegt umso schwerer, weil er all diese Tätigkeiten neben seinem Beruf als Landwirt ausführt. Er lebt mit seiner Frau Helene, den Kindern Sonja, Doris, Theo und Nino sowie seiner Mutter Paula in Klebas bei Liesing. Auch die Ministrantenausbildung liegt in seiner Verantwortung. Fast jedes Jahr gilt es, neue „Minis“ einzuschulen. „Eine gute Beziehung zu den Ministranten und zum Herrn Pfarrer ist mir besonders wichtig“, betont Christler. Trotz der vielen Aufgaben bleibt er bescheiden. „Ich bin nur ein kleiner Baustein in der Pfarre. Viele solcher Bausteine ergeben ein lebendiges Pfarrleben“, sagt er. Und abschließend: „Kirche ist etwas, wo ich mich immer schon wohlgefühlt habe.“

 

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