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22. Januar 2026

Gesundheitszentr­um Spittal fixiert

Für die Primärversorgungseinheiten (PVE) in Villach, Wolfsberg, Spittal und Bleiburg wurden Verträge abgeschlossen und Standorte fixiert. Das Spittaler PVE soll im Porcia-Center untergebracht werden.

Bgm. Köfer freut sich über die Entwicklung in seiner Stadt. Foto: Team Kärnten

Das Versprechen, flächendeckend Gesundheitszentren in Kärnten aufzubauen, wurde lange nur für Klagenfurt Realität. Nun kommen auch die anderen im Strukturplan Gesundheit versprochenen Gesundheitszentren – oder PVE – in die Umsetzung. Für Villach, Wolfsberg, Spittal und Bleiburg sind nun die Verträge unter Dach und Fach und damit auch die Standorte fixiert, wurde kürzlich in einer Pressekonferenz mit Gesundheitsreferentin Beate Prettner bekanntgegeben. „Ein echter Meilenstein für wohnortnahe Gesundheitsversorgung“, so Prettner. Der Betrieb der PVE in Spittal und Bleiburg wird voraussichtlich im Oktober 2026 aufgenommen, jener in Wolfsberg Ende 2026 und in Villach im zweiten Halbjahr 2027. Betrieben werden die Standorte in Villach und Wolfsberg von der KABEG gemeinnützige Dienstleistungs-GmbH, jene in Spittal und Bleiburg von der Diakonie de La Tour. Die Diakonie de La Tour mietet sich in Spittal im „Porcia Center“ (Neuer Platz 1) ein – im Kernteam sind auch hier drei Vollzeitkräfte für Allgemeinmedizin fixiert.

Große Bandbreite im Porcia-Center

Erfreut über die Entwicklung, die doch einige Zeit auf sich warten ließ, zeigt sich Spittals Bgm. Gerhard Köfer: Die Örtlichkeit sei inmitten der Stadt „perfekt erreichbar. Ich danke allen Projektbeteiligten, beginnend bei der Unternehmerfamilie Schantl als Hausherren über den Betreiber, die Diakonie de La Tour, bis hin zum Land und der ÖGK für die Umsetzung des Projektes“. Die Beharrlichkeit habe sich bezahlt gemacht. Laut Köfer wird in den Spittaler Standort ein Millionenbeitrag investiert. Die PVE soll nach der Eröffnung von Montag bis Samstag geöffnet sein, „Insbesondere die verlängerte Öffnung am Abend und an Samstagen ist für die Bürger wichtig“, so der Gemeinde-Chef. Neben Allgemeinmedizinern, diplomiertem Gesundheitspersonal und Ordinationsassistenten sollen in der PVE Spittal auch Experten aus den Fachbereichen Ergotherapie, Logopädie, Diätologie, Sozialarbeit sowie Psychotherapie bzw. klinische Psychologie zum Einsatz kommen.

Insgesamt 10 PVEs

Für jeden Standort fließt eine Anschubfinanzierung für den Strukturaufbau vom Kärntner Gesundheitsfonds – jeweils 180.000 Euro. Eingereicht wurden auch über 16 Mio Euro an Kosten für alle vier PVE beim Austria Wirtschaftsservice, welches die EU-Fördermittel für PVE-Gründungen abwickelt – die tatsächliche Fördersumme sei derzeit noch in Prüfung, heißt es von Seiten des Landes. Der weitere Ausbau der Primärversorgung nach dem neuen RSG 2030 laufe bereits. Die nächste Ausschreibung soll für den Bezirk St. Veit folgen. Insgesamt sind bis 2030 bis zu zehn zusätzliche PVE in Kärnten vorgesehen.

 

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