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20. August 2026

Einsatz für Almweide und Wege

Um Almen zu pflegen, um die Weideflächen offenzuhalten, also von unerwünschten Büschen, Sträuchern, jungen Bäumen oder Latschen zu befreien, wird „geschwendet“. Kürzlich hat eine Gruppe von Mitgliedern der DAV-Sektion Mülheim an der Ruhr, die in Mallnitz urlaubt, kräftig mitgeholfen, im Gebiet der Watzinger Alm (unterhalb der Häusleralm) Weide und Wege mit passenden Werkzeugen wie Sägen und Baumscheren freizumachen.

Von Karl Brunner

Fleißige AV-Sektionsmitglieder aus Mülheim an der Ruhr im ARbeitseinsatz im alpinen Gelände Foto k.brunner

Gemeinsam mit dem erfahrenen Wegewart der AV-Sektion Mallnitz Günther Schwärzler und von ihm fachlich begleitet, haben sie fleißig gearbeitet. Sehr erfreut über das Engagement zeigt sich der Alm- und Waldbesitzer Jakob Watzinger (aus der Gemeinde Lendorf), der die freiwilligen Helferinnen auch gerne verköstigte. Der Nutzen ist mehrfach: Almweide für das Vieh soll nicht noch mehr zuwachsen und Wanderwege sollen möglichst gut begehbar bleiben. Der leidenschaftliche Landwirt Watzinger bedauert sehr, dass Almen immer weniger bewirtschaftet werden und somit auch nach und nach verschwinden. Dass das Interesse an der Landwirtschaft generell zurückgeht, sei sehr bitter. Umso erfreulicher sei der Einsatz der deutschen Gäste, die diese Pflege-Arbeiten zusammen mit Schwärzler freiwillig und gerne machen. „Es geht um die Erhaltung der Almen und der mühevoll geschaffenen Kulturlandschaft, die ohne Pflege relativ rasch zuwächst und verloren geht“, betont Watzinger die Bedeutung der Erhaltung der Almen und Almwirtschaft. Er erinnert sich gern an das lebendige und aktive sommerliche Almleben seiner Vorfahren auf der schönen Watzinger Alm mit der Watzinger Hütte. Vorbildhaft nun, wenn sich Berg- und Almfreunde aktiv mithelfend einbringen und dies gerade auch als Freunde von Mallnitz und seiner Umgebung tun.

Miteinander arbeiten

Schwärzler lobt die Kooperationsbereitschaft jener Alpenvereins-Mitglieder, Gäste sowie auch von neu zugezogenen Neo-Mallnitznern, die in Almbereichen und im alpinen Gelände mitarbeiten, sei es bei der Instandhaltung von Wegen, beim Wegräumen von Schwendgut usw. An den gepflegten Almen erfreuen sich auch die Wanderer und hier in diesem Gebiet können sich auch die Skitourengeher im Winter an den ehemaligen Pisten erfreuen, die mühevoll und schon Stück um Stück freigemacht wurden und so erhalten bleiben, so Schwärzler. Teile der ehemaligen Skiabfahrten (von der Häusleralm ins Tal) führen durch Watzingers Alm- und Waldgebiet. Die deutschen Helfer (öfters mehr Frauen als Männer) und Mitglieder von DAV-Sektionen sind vielfältig im Einsatz, insbesondere um Wege freizumachen, instandzuhalten und auch um den jungen Leuten die Liebe zu den Bergen näherzubringen, ebenso aber auch (mehr) Verständnis für die Arbeiten im Interesse der Alm- und Waldpflege sowie zur Erhaltung der Wege fürs Wandererlebnis zu wecken. Die DAV-Sektion Mülheim an der Ruhr betreut auch die Selbstversorgerhütte Böseck-Hütte auf knapp 2.600 m (Goldberggruppe), ein Abstecher vom bekannten Tauernhöhenweg. Diese Sektion ist eine von vielen, die auch dem Interessenverband Tauernhöhenweg angehören. Dieser bündelt das Engagement für eine nachhaltige und naturverträgliche Bergsportentwicklung in der Region. Alpenvereine aus Österreich und Deutschland, Talgemeinden und der lokale Tourismus sind hier in enger Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung. Der Verband ist die „Plattform“, seine Mitglieder sind die Aktiven vor Ort, die das Ziel erreichbar machen – für die Gäste, Tourengeher, den Interessenverband und für den Schutz der Natur und Kulturlandschaft in der Region.

 

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