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05. Februar 2026

Dr. Lexer: Ernährung wichtiger nehmen

Dem Mediziner Dr. Georg Lexer aus Niedergail/Lesachtal geht es insbesondere um die Säule „gesunde Ernährung“ (neben Bewegung, seelischer Gesundheit und Epigenetik) als Voraussetzung für Gesundheit und für einen gesunden Lebensstil.

Von Karl Brunner

Dr. Georg Lexer (links) und Gottfried Bachler (Slow Food Kärnten). Foto: k.brunner

Auf dem Bauernhof und Auszeithof Peintnerhof in Niedergail werden von ihm und seiner Frau Andrea verschiedenste Seminare und Kurse in Sachen Ernährung und Kochen angeboten. Der frühere Chirurg und Primararzt ist aber auch als Vortragender viel in Kärnten unterwegs. Kürzlich war er zu Gast beim Lionsclub in Althofen, um sein Wissen und seine Erkenntnisse für einen „gesundheitsförderlichen“ Lebensstil weiterzugeben. Die Veranstaltung fand im Gasthaus (nun verpachtet) von Gottfried und Ingrid Bachler statt. Gottfried ist übrigens Obmann von Slow Food Kärnten. Lexer geht es nicht um strenge Vorschriften, sondern um eine Ernährung(-sweise) „mit Genuss“, und dies mit regionalen Produkten aus traditioneller Landwirtschaft. Prävention, also Vermeidung oder Hintanhaltung in dieser Hinsicht, tut auch Not angesichts der zunehmenden Krebs- und Zivilisationskrankheiten (Herz-Kreislauf, Zuckerkranke, Burn-out, Übergewicht, Onlinesucht etc.), wie aktuelle Studien aufzeigen.

„Nahrhafte“ Landschaft

Weniger Zucker, mehr komplexe Kohlehydrate, mehr Bitterstoffe, mehr gute Fette, viel weniger tierisches Eiweiß und keine Fertig- und Halbfertigprodukte, lauten seine Empfehlungen. Sinnvoll sei viel mehr pflanzliche Kost und ein geändertes Fettsäureverhältnis, wonach Omega 6 zu reduzieren sei und Omega 3 gesteigert werden sollte. Lexer unterstrich die Bedeutung von Mikronährstoffen, sprach vom Entdecken und Wertschätzen der „nahrhaften Landschaft“, die gleichsam vor der Haustüre liegt. Weiter beharren will er auf einer Qualitätskontrolle von Inhaltsstoffen. Es gelte weiters, die „wohltuende“ Kulturlandschaft und Almwirtschaft zu erhalten. „Die Almen mit ihrer Biodiversität sollen nicht zuwachsen, ich sehe sie als Gesundheitslandschaft der Zukunft“, so Lexer. In diesem Zusammenhang erwähnte er seine geliebten „vier Doktoren“: Dr. Wald, Dr. Wasser, Dr. Wiese und Dr. Alm. Eine gute gesunde Ernährung, weniger Stress, besserer Schlaf würden auch mehr Lebensfreude bewirken. „Sich mehr mit dem Thema Ernährung und Lebensmitteln zu beschäftigen“, appellierte der Ernährungsspezialist, der zudem auch viel und gerne Werbung für „die heilsame Landschaft“ des Lesachtals und für Lesachtaler Produkte macht.

 

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