Unter dem Motto „Gut gemacht“ luden der Naturschutzbund und das BMLUK zur Besichtigung der Flussrenaturierungen in Osttirol und Kärnten. Experten zeigten sich begeistert von den Aufweitungen und Renaturierungen an Isel und Drau .
Fast 40 Fachleute aus den Bereichen Verwaltung, Planung, Forstwirtschaft, Wasserbau und Naturschutz nahmen an der Exkursion zu verschiedenen Aufweitungs- und Sukzessionsflächen teil. Drei Projekte, die beispielhaft für die Umsetzung der österreichischen Auenstrategie 2030+ im alpinen Raum stehen, wurden besichtigt: Die Renaturierung der Isel in Oberlienz und zwei Aufweitungen an der Drau – nämlich bei Fellbach (Gemeinde Steinfeld) und Obergottesfeld (Gemeinde Sachsenburg).
Flüsse brauchen Raum
Die Experten machten sich ein Bild von der Flußraumentwicklung und konnten die Renaturierungen unterschiedlichen Alters vergleichen. Die fachliche Leitung übernahm Klaus Michor (Revital), der als Planer auch über die technische und ökologische Umsetzung informierte. Beim Lokalaugenschein wurde deutlich, wie positiv Flüsse auf Aufweitungen reagieren und wie durch wiedergewonnene Dynamik wertvolle Lebensräume entstehen. Die vorgestellten Maßnahmen kommen Hochwasserschutz und Biodiversität gleichermaßen zugute, war ein Fazit. „Ein Fluss braucht Platz, um lebendig zu bleiben. Die Exkursion hat gezeigt, dass Naturschutz und Hochwasserschutz Hand in Hand gehen können“, so der Tenor unter den Fachleuten.