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07. Juli 2026

20 Jahre Drogenambulanz „Roots“

Die AVS-Drogenambulanz „Roots“ in Villach gibt es seit zwei Jahrzehnten. In den beiden Kärntner Drogenambulanzen (eine weitere gibt es in Klagenfurt) wurden aufgrund des Bedarfs die Behandlungsplätze erhöht.

LR Prettner mit Gerald Kattnig, Leiter der AVS-Drogenambulanz und Gerda Sandriesser, 2. Vizebürgermeisterin Stadt Villach. Foto: Büro Prettner

Die Drogenambulanz „Roots“ der Arbeitsvereinigung der Sozialhilfe Kärntens (AVS) in Villach feierte Anfang Juli ihr 20-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum wurde gleichzeitig die umfassende Erweiterung mit zusätzlichen 200 Behandlungsplätzen gefeiert. Gesundheitslandesrätin Beate Prettner gratuliert zum Jubiläum und betont die Bedeutung des Angebots: „Der Ausbau ist ein klares Bekenntnis des Landes zu einer modernen, niederschwelligen und menschlichen Versorgung für Betroffene.“ Konkret wurden die Behandlungsplätze in den AVS-Drogenambulatorien in Villach und Klagenfurt dem steigenden Bedarf entsprechend erhöht: in Villach von 200 auf 400, in Klagenfurt von 700 auf 1.000 Plätze.

Steigender Bedarf

Die AVS-Drogenambulanz „Roots“ in Villach betreute bereits im ersten Jahr 162 Klientinnen und Klienten. Aufgrund des kontinuierlich steigenden Bedarfs erfolgte 2011 die Übersiedelung in die Jakob-Ghon-Allee, weitere räumliche Erweiterungen folgten ab 2019. Mit dem jüngsten Umbau steht nun eine moderne Einrichtung mit insgesamt 700 Behandlungsplätzen für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen zur Verfügung, davon 400 Plätze für Personen in Substitutionsbehandlung. „Wir haben das Angebot in ganz Kärnten in den letzten Jahren laufend erweitert. Insgesamt stehen in Kärnten damit rund 2.320 Behandlungs- und Beratungsplätze zur Verfügung“, so Prettner.

Verändernde Herausforderungen

Die AVS-Drogenambulanz „Roots“ bietet zusätzlich einen Spritzentausch zur Vermeidung von Infektionen sowie die Verschreibung von Naloxon-Nasenspray, das im Notfall – bei drohender Opioid-Intoxikation – Leben retten kann. Mit dem personellen und räumlichen Ausbau wurden auch die medizinischen Leistungen erweitert. So sind nun beispielsweise regelmäßige Blutbild- und EKG-Kontrollen möglich. Angesichts neuer Herausforderungen – veränderte Konsumtrends oder die Zunahme synthetischer Drogen – unterstreicht Prettner die strategische Ausrichtung des Landes: „Suchterkrankungen verändern sich und unsere Angebote müssen Schritt halten. Gerade bei komplexen Abhängigkeiten braucht es langfristige, individuell abgestimmte Betreuung. Genau hier leistet die AVS-Drogenambulanz Roots seit 20 Jahren hervorragende Arbeit.“

 

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