Straßenbaureferent Martin Gruber gab im Straßenbauamt in Spittal einen Überblick über die Straßenbaustellen in Oberkärnten. 12 Mio fließen heuer in Oberkärntens Straßen, über 15 Baumaßnahmen sind geplant. Weitere 1,7 Mio Euro fließen ins ländliche Wegenetz.
Das Straßenbaureferat des Landes Kärnten hat in den vergangenen Monaten intensiv daran gearbeitet, ein regional ausgewogenes Bauprogramm zu erstellen, dass sowohl die Bedürfnisse im Zentralraum berücksichtigt, vor allem aber auch den ländlichen Raum stärkt und unterstützt. „Eine sichere, funktionierende Straßeninfrastruktur ist immer die Basis für Leben, Arbeiten und Wirtschaften – in den Städten wie auch am Land“, betont LHStv. Gruber. Kärntenweit werden deshalb heuer 46 Millionen Euro in die Instandhaltung und Sanierung der Kärntner Landesstraßen und -brücken sowie der überregionalen Radwege investiert. „Damit halten wir das bisherige Investitionsniveau – und das trotz der herausfordernden budgetären Situation, in der wir uns befinden“, so Gruber. Auch für den Bezirk Spittal konnte ein ambitioniertes Bauprogramm mit wichtigen Investitionen für dieses Jahr erstellt werden. Dieses wurde heute, Freitag, bei einem Pressegespräch durch Straßenbaureferent Martin Gruber, Abteilungsleiter Volker Bidmon und Straßenbauamtsleiter Reinhard Schell präsentiert.
Mölltalstraße auf Halbzeit
Im Bezirk Spittal sollen in diesem Jahr über 15 Baumaßnahmen umgesetzt werden, darunter auch einige große, landesweit bedeutende Projekte. Insgesamt werden dafür 12 Millionen Euro in die Hand genommen. Eines der wichtigsten Projekte ist hierbei die Fortführung der Generalsanierung der B106 Mölltalstraße. Diese soll heuer Jahr in den Bereichen Außerfragant und Flattach auf vier Teilabschnitten generalsaniert werden. 2,7 Millionen Euro fließen in dieses Projekt, investiert wurden bereits 5,3 Millionen Euro. Bis Ende des Jahres sind knapp sieben Kilometer der Sanierung geplant, der Baustart erfolge im März. Zudem wird direkt an der B106 in Lainach auch die Möllbrücke mit einer Investitionssumme von rund 300.000 Euro erneuert. Der Baustart hierfür sei im Herbst.
Heuer 400 Meter Lieserschlucht-Radweg
Auch bei einem Leuchtturmprojekt des Landes, dem Radweg durch die Lieserschlucht, wird dieses Jahr intensiv weitergearbeitet. Von der Ortseinfahrt Spittal bis zur Ertlwand ist er bereits größtenteils fertiggestellt. In den nächsten Monaten werden nun weitere 400 Meter Kragplatten in Richtung Seeboden hergestellt. „In dieses Projekt investieren wir insgesamt rund 21 Millionen Euro. Es ist eines der technisch schwierigsten und komplexesten Vorhaben, die wir im Straßenbau seit langer Zeit umsetzen“, so Gruber. Heuer werden dafür erneut rund fünf Millionen Euro investiert.
Kleinere Baustellen, aber sehr notwendig
Weitere 1,2 Millionen Euro werden im Bereich Rennweg an der B99 Katschberg Straße verbaut. Geplant sind eine Fahrbahnsanierung und eine Stützmauersanierung. Zudem fließen hier 660.000 Euro in die Tragwerks- und Fahrbahnsanierung der Mösslerbrücke. An der L4 Fellbacher Straße werden unter anderem über 1,2 Millionen Euro für die Ortsdurchfahrt Fellbach bereitgestellt. Neben diesen summenmäßig größten Projekten sind noch viele kleinere Maßnahmen geplant, etwa an der L12 Maltatal Straße in Koschach, der L20 Arriacher Straße im Oberen Mölltal oder der L6 Zwickenberger Straße in Oberdrauburg.
Abteilungsleiter Volker Bidmon ging insbesondere auf die technischen Besonderheiten der einzelnen Projekte im heurigen Straßenbauprogramm und den damit verbundenen Herausforderungen ein. So würde etwa auf der B99 an der Mösslerbrücke eine Teilintegralisierung des Tragwerkes durchgeführt. „Damit besteht keine Baufuge mehr zwischen Fahrbahn und Brückenbauwerk. Dadurch wird eine wesentliche Schwachstelle dieses komplexen Bauwerks zukünftig vermieden“, erklärte Bidmon.
Straßenbauamtsleiter DI Reinhard Schell gab zusätzlich einen Einblick über die vielfältigen Leistungen, die von den Mitarbeitern des Straßenbauamts in ihrer täglichen Arbeit erbracht werden. „Das Bauamt ist für die Umsetzung der einzelnen Bauvorhaben zuständig. Die Straßenmeistereien kümmern sich täglich um die Erhaltung der Straßen im Rahmen des Winterdienstes, des Mähdienstes und der allgemeinen Pflege der Straßen“, so Schell.
Güterwege in Irschen und Krems an der Reihe
Zu den Landesstraßen wird auch in das ländliche Wegenetz im Bezirk Spittal investiert. „Das sind ebenfalls sehr wichtige Investitionen, denn damit richten wir Güterwege und Verbindungsstraßen her, die nicht nur von der Landwirtschaft genutzt werden, sondern auch zur Erschließung der landwirtschaftlichen Betriebe dienen“, betont Gruber. Diese Wege werden zudem von Pendlern, Touristen und Einheimischen genutzt, um entlegene Ortschaften zu erreichen oder um überhaupt zu den Gemeinde- und Landesstraßen zu gelangen. Daher fließen in dieses ländliche Wegenetz im Bezirk Spittal dieses Jahr 1,7 Millionen Euro an Förderungen aus dem Agrarreferat. Damit wird ein Bauvolumen von über 3,6 Millionen Euro ausgelöst. Zu den größten Projekten zählen hier die teilweise Generalsanierung des Weges auf den Weneberg in der Gemeinde Irschen sowie die Generalsanierung des Güterwegs Vordernöring in der Gemeinde Krems.