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05. Januar 2026

Hannes Kaufmann

Hannes Kaufmann (49) fuhr mit seinem Tourenwagen – ein allradgetriebener Ford Escort Cosworth mit Turboaufladung – im Bergrennsport schon viele tolle Erfolge ein. Der Mölltaler holte sich beim Österreichischen Bergrallye-Cup 2024 den Staatsmeistertitel und schon sechs Vizemeister-Titel – den letzten im vergangenen Jahr. Kaufmann ist hauptberuflich als Mechanikermeister bei Ford Troger in Lienz tätig und lebt mit seiner Ehefrau Helga und Tochter Elisa in Winklern.

OVT: Herr Kaufmann, 2025 ging sich „nur“ der Vizemeister aus – ist somit für die heurige Saison „Revanche“ angesagt?

Hannes Kaufmann: Natürlich, ich werde alles daransetzen mir den Staatsmeistertitel zurückzuholen. Das Bestreben nach Erfolg ist ohnehin immer da und ich freue mich schon auf die Saison: Die insgesamt acht Rennen starten am 22. März, das letzte geht am 18. Oktober über die Bühne. 

Wie bereiten Sie sich auf die Rennsaisonen vor?

Zum einen muss man körperlich fit sein. Das gelingt mir nach Möglichkeit mit etwas Langlaufen oder dem Training am Hometrainer in den eigenen vier Wänden.  Zum anderen schaue ich mir die neueste Technik an und versuche sie in mein Fahrzeug einzubauen und umzusetzen, um das Auto sozusagen stets auf den aktuellsten Stand zu bringen. 

Auf welche Erfolge blicken Sie gern zurück, vielleicht emotionaler? 

Zum Beispiel 2011 in meiner zweiten Rennsaison zum „Fahrer des Jahres“ gewählt zu werden. Und auf meinen ersten Sieg, den fuhr ich 2012 in Auersbach in der Steiermark ein. 2024 gab‘s dann den ersten Staatsmeistertitel. Das waren schon alles sehr emotionale Momente für mich. 

Welche Ziele würden Sie in der Zukunft eventuell reizen?

Das größte Ziel wie in jedem Sport ist es – wie bereits oben einmal genannt – den Staatsmeistertitel zu holen. Was mich ebenfalls reizen würde, ist ein bisschen Rallye-Sport zu machen.

Neben dem Siegen gibt es für Sie auch noch eine weitere Motivation, diesen Sport auszuüben!

Das könnte man so sagen. Es sind natürlich auch die Freundschaften und die Kollegialität unter uns Fahrern, denn reich wird man bei dieser Rennserie nicht. In meiner Klasse waren wir im vergangenen Jahr 16 Fahrer. Insgesamt sind wir in ganz Österreich von Vorarlberg bis ins Burgenland – über 100 Fahrer in sechs Klassen „modern“ und drei Klassen „historisch“.

Im „Volltreffer“-Interview vor vier Jahren sprachen Sie betreffs E-Auto im Renn-Motorsport von einem „interessanten Thema“. Wie steht‘s damit heute?

Mit reinem Elektroantrieb – bis auf die Formel-E, gibt es nach wie vor noch keine Rennserie aufgrund der Brandgefahr z. B. nach einem Unfall. Hingegen haben sich aber die Niedervolt- Hybridsysteme immer weiterentwickelt, wodurch auch die Bremsenergie genutzt wird. Dieses System wird überwiegend im Rallye-Sport eingesetzt und deshalb ist es auch für mich interessant.

Als Kfz-Mechanikermeister haben Sie ja täglich damit zu tun.

Ja, hauptberuflich ist es für mich interessant und ich setze mich in der Firma auch für E-Autos ein. E-Autos haben mittlerweile großes Potenzial und funktionieren gut. Auch die Entsorgungsproblematik der Batterien wird mittlerweile durch Recycling und Wiederaufbereitung weitgehendst gelöst. 

Welchen Wunsch hätten Sie abseits des Rennsports?

Da ich von einem Bauernhof stamme und noch immer landwirtschaftliches Interesse habe, würde ich mich gerne mal mit dem Anbau und der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten beschäftigen. 

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ gern final gefragt?

Ich habe ihn nach wie vor gern, nehme ihn auch die ganze Woche über immer wieder einmal zur Hand. Ich mag die wöchentlichen Interviews aber auch die bunte regionale Vielfalt darinnen.

 

Kurz gefragt:

Hannes Kaufmann (Winklern)

Bergrennfahrer und Kfz-Mechanikermeister

Sternzeichen: Löwe
Ich bin: zielstrebig und immer neugierig
Lieblingsgetränk: Kaffee Lieblingsfarbe: Schwarz und Weiß Kleines Laster: hin und wieder ein gutes Glas Wein