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Charlien (bürgerlich Charlien Egger, 32) war im Jänner beim „Wenn die Musi spielt“-Winter Open Air zu sehen und hören. Sie hat Mitte März ihre neue Single „Kapitel 1“ veröffentlicht und diese ist zugleich ein Vorbote für das spätestens im September folgende erste Album. Zudem kann die studierte Musikpädagogin auf viele weitere TV-Auftritte zurückblicken, sei‘s die Starnacht am Wörthersee, der ZDF-Fernsehgarten, Immer wieder sonntags/ARD und die Ross Antony Show. Die gebürtige Oberkärntnerin ist Lehrerin, lebt derzeit in Unterkärnten und ist Mutter von zwei Söhnen.

Charlien fühlt sich auf der Bühne mit Mikro einfach wohl. Foto: krivograd

OVT: Charlien, Musi Winter Open Air, die neue Single „Kapitel 1“ und ein erstes Album in Arbeit – läuft das Jahr 2026 perfekt?

Charlien: Ich freue mich schon enorm auf mein erstes Album, das wird dieses Jahr für mein Team und mich ein großes Highlight. Jedes Jahr bringt so vieles mit sich, perfekt ist es halt, wenn es sich gut und richtig anfühlt.

Worum geht‘s in Ihrer aktuellen Single textlich? Welcher Rhythmus bestimmt den Titel?

In meiner neuen Single geht es um die verschiedenen Kapitel einer Liebesgeschichte. Im Leben gibt es nun mal Höhen und Tiefen, was man daraus macht und wie man damit umgeht, bestimmt eben die eigentliche Geschichte. Meinen Sound würde ich als Symphonic-Pop-Schlager beschreiben, ich liebe Streich-instrumente und mein Produzent baut mir diese deshalb besonders gerne ein. Bei meiner Live-Band habe ich auch immer ein Cello und eine Geige mit dabei, ich genieße das richtig.

Apropos „Rhythmus“: Ihre Mutter ist ja Südafrikanerin – finden sich diesbezügliche Einflüsse in Ihrer Musik? Was ist Ihnen generell wichtig?

Den Teil, aus dem meine Mutter kommt, würde ich als eher „amerikanisch/englisch“ angehaucht beschreiben. Aus diesem Grund würde ich schon sagen, dass Südafrika seine Einflüsse hat. Mir ist es generell wichtig, dass in jedem Song ein Gefühl verpackt ist, etwas, das mich bewegt, mich inspiriert. „Kapitel 1“ inkludiert auch meine Liebe zur Literatur, zu der ich viel zu selten komme.

Können Sie sich auch vorstellen, im Kärntner Dialekt zu singen – oder auf Englisch?

Die Linie, welche wir verfolgen, ist der Popmusik und dem Schlager gewidmet. Ich liebe Englisch, habe es auch studiert, aber die Sprache meines Herzens ist Deutsch. Im Dialekt fühle ich mich persönlich für eigene Songs nicht so wohl.

Hits gehen heutzutage mit -Videos im Internet meist einher. Wie wichtig ist Ihnen auch die Internetpräsenz?

Die Möglichkeit, für sich selbst Werbung im Internet zu machen, ist ja eigentlich etwas sehr Positives. Man kann sich den Menschen so präsentieren, wie man gerne wahrgenommen werden möchte. Für mich habe ich da eine ganz klare Linie gefunden, in der ich mich sehr wohl fühle. Ich teile meine Freude sehr gerne in den sozialen Netzwerken und hoffe, dass meine positiven, mutmachenden Botschaften ankommen.

Demnächst findet der ESC in Wien statt. Könnte das mal inter-essant sein?

Ich bin noch gar nicht so lange „Team ESC“, mein Produzententeam ist halb schwedisch und sie haben mich vor ein paar Jahren in ihren Bann gezogen, und seitdem bin ich ein treuer ESC-Zuschauer. Derzeit passt mir diese Rolle sehr gut und ich kann sie
sehr genießen.

Sie sind hauptberuflich Lehrerin. Wie verbinden Sie das mit der Sängerin? 

Ich spreche ungern von einem Hauptberuf, ich habe einfach zwei. Ich kann alles vereinen, was ich liebe, und es lässt sich super unter einen Hut bringen. Oft sind viel Disziplin und Organisationstalent gefragt, aber bisher hat es immer gut geklappt. In der Schule bin ich Lehrerin, auf der Bühne bin ich Sängerin und zu Hause bin ich Mama – mit einer strikten Trennung klappt das super. Da wird mir zumindest nie langweilig.

Andererseits: Welchen Wunsch hätten Sie abseits der Musik? Wäre es eine Weltreise oder doch etwas ganz anderes?

Im Leben ist es, denke ich, wichtig, seine Träume nicht auf morgen zu verschieben. Ich darf alles machen, was ich mir erträume, und dafür bin ich sehr dankbar. Reisen zählte noch nie zu meinen großen Interessen, vielleicht weil ich immer sehr viel unterwegs bin. Wünsche können und dürfen sich ja ändern, vielleicht werde ich ja irgendwann nochmal reiselustig. Bei uns in Kärnten ist es halt auch so unglaublich schön, ich ent-decke jedes Jahr neue Orte, die mich staunen lassen.

Und gerne final: Wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ bei Familienbesuchen in Baldramsdorf? Sitzen Sie dann übrigens am elterlichen Hof auch wieder mal am Traktor – wie einst in Ihrer Jugend?

Der „Oberkärntner Volltreffer“ gehört immer noch zum fixen Bestandteil der Prospekte in der Box in der Küche meiner Eltern. Am Traktor bin ich schon ab und zu auch noch, aber sehr selten, es geht sich leider meistens nicht mehr aus. Ob ich es überhaupt noch kann, ist dann die andere Frage.

 

Kurz gefragt:

Charlien

(Baldramsdorf/Rosental) Schlagersängerin

Sternzeichen: Widder

Ich schaue gern (TV, Film):  Lustiges und Romantisches, auch sehr gerne Serien. -„Bridgerton“ hat mir sehr gut
gefallen.

Leibgericht: Ich esse wirklich fast alles gerne

Lieblingsblume: Pfingstrose

Lieblingstier: keines – kaum zu glauben als Bauerntochter

Glücksbringer: Ich versuche, Gutes zu tun und aufrichtig zu sein, damit, glaube ich, dass das Glück bei meiner Familie und mir bestehen bleibt.