Die Malerin Theresa Beitl stellt unter dem Titel „Die Kuh als Seele“ in der Galerie Porcia ihre Werke aus. Eine Vernissage und Künstlergespräch finden am Freitag, 13. März, um 19 Uhr statt.
Mit ihrer Serie „Caput Bovis“ (lat. Bovidae sind Hornträger) führt die Berliner Malerin Theresa Beitl das Rind ins Zentrum der zeitgenössischen Kunst – nicht als Motiv, sondern als Erscheinung. Ihre großformatigen Arbeiten entstehen aus übereinander fließenden Acrylschichten. Aus dem Dunkel tritt ein Haupt hervor. Kein Symbol, kein Dekor, sondern ein Gegenüber. „Die Kuh als Seele“ meint keine Sentimentalität, es ist die Behauptung einer Verwandtschaft. Seit Jahrtausenden gilt das Rind als tragendes Wesen menschlicher Kultur – nährend, geduldig, kraftvoll. Doch jenseits aller Mythen liegt eine noch radikalere Vorstellung: dass Mensch und Tier aus demselben Stoff entstanden sind: Aus Atem, aus Erde, aus Bewusstsein. In „Caput Bovis“ verdichtet sich diese Idee zur Essenz.Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Auswahl sensibler Einzelporträts, in denen Theresa Beitl auch das je eigene Wesen eines Tieres sichtbar macht. Die Ausstellung geht vom 14. März bis 17. April und ist geöffnet mittwochs 13 bis16 Uhr, donnerstags 13 bis 18.30 Uhr, freitags 10 bis 12 Uhr und samstags von 14 bis 16 Uhr.