Nach dem Brand der Firma Rossbacher im Sommer wurde eine ca. 1 Kilometer lange Ersatzleitung errichtet.
Die beiden nach dem Brand beschädigten Strommasten waren im Winter wegen der zu erwartenden Schnee- und Eislasten nicht mehr standfähig und würden laut David Kolm-Schandl von Netzbetreiber APG – Austrian Power Grid die Betriebssicherheit gefährden. „Ein Wettlauf mit der Zeit hatte begonnen. Ein Provisorium musste bis Ende des Jahres umgesetzt werden.“ Unter Zeitdruck wurden die Detailplanungen erstellt und mit Grundeigentümern gesprochen. Auch Baufirmen und Material mussten besorgt werden.
Kurze Bauzeit
Im September starteten die Bauarbeiten. Neben dem beschädigten Strommasten auf der Südleitung von Lienz nach Italien musste ein neuer Mastfuß neu aufgebaut werden. Neben dem zweiten betroffenen Masten auf der Drautalleitung zwischen Lienz und Obersielach wurden gleich 4 neue Masten auf Beton errichtet. Die Arbeiten verliefen im laufenden Betrieb. Eine Seite der Leitung war also fast ständig unter Strom. Insgesamt wurden die neue Stromleitung auf ca. 1 Kilometer Länge errichtet.
Herausforderungen
Besonders herausfordernd war, dass die Leitungen sich mit der Bahntrasse der ÖBB überkreuzt und mit anderen Leitungen der TINETZ koordiniert werden mussten. Die Arbeiten an der Bahn konnten nur nachts durchgeführt werden. Auch Umbauten im Umspannwerk Lienz waren für die Arbeiten nötig.
Alles sicher
Seit Mitte Dezember ist das neue Provisorium in Betrieb. Die Betriebssicherheit zumindest über den Winter ist sicher, so David Kolm-Schandl von der APG. Er bedankt sich dabei auch beim Team, das vor Ort im Einsatz war.