Nach verlorenem ersten Satz lag die Lienzerin im Tiebreak des zweiten „Durchgangs“ bereits mit 0:5 hinten und drehte das Match doch noch zu ihren Gunsten – 6:7 (5), 7:6 (5), 6:1.
Die zweite Qualifikationsrunde bei den Australian Open in Melbourne war nichts für schwache (Osttiroler) Nerven. Lilli Tagger verlor gegen die Russin Elena Pridankina den ersten Satz im Tiebreak mit 5:7. Im zweiten Satz brachten beide ihren Aufschlag bis zum 3:3 durch, dann musste die Lienzerin ein Break hinnehmen. Bei 5:4 schlug ihre Gegnerin auf das Match auf, doch Tagger nahm ihr das Service ab. Es ging wieder ins Tiebreak. Dort lag die 17-jährige Osttirolerin schon mit 0:5 zurück, ehe sie ihr ganzes Kämpferherz in die Waagschale warf und mit sieben Punkten in Serie den zweiten Satz noch herumriss. Im finalen Durchgang gelangen Tagger gleich zwei Breaks, schnell lag sie 4:0 voran, ehe Pridankina erstmals anschrieb. Doch zwei Games später verwandelte die Lienzerin ihren zweiten Matchball – wieder bei Aufschlag der Russin.
Morgen Donnerstag spielt Tagger gegen Lanlana Tararudee aus Thailand, Nr. 131 der Welt. Gewinnt sie das Spiel, steht sie im Hauptbewerb.
Für morgen noch einmal diese Nervenstärke.