„Alles angezündet, Alter!": Zwei Osttiroler wurden am Montag in Innsbruck wegen einer Brandstiftung zu unbedingten bzw. bedingten Haftstrafen verurteilt.
Wegen einer Brandstiftung und einer Sachbeschädigung in Lienz am 5. Jänner 2026 standen am Montag zwei junge Osttiroler in Innsbruck vor einem Schöffensenat: Sie sollen bei einer Bäckerei im Außenbereich ein Feuer gelegt und einen außerdem einen Abfallkübel in Brand gesteckt haben. Im ersten Fall entstand ein Schaden weit jenseits der 100.000 Euro. Der 29-jährige Erstangeklagte bekannte sich zu beiden Delikten schuldig, der 15-Jährige wollte nur Anstifter zum Anzünden der Mülltonne gewesen sein. Während der Erstangeklagte vor der Polizei noch sicher war, dass er gemeinsam mit dem jugendlichen Freund den ersten Brand im Rauchereck der Bäckerei gelegt hatte, wollte er am Montag vor Richter Reinhard Santeler plötzlich zu betrunken gewesen sein, um sich erinnern zu können. Nachdem sich das Duo vom ersten Brandherd entfernt hatte, zog es weiter in Lienz durch die Lokale. Schon fast auf dem Heimweg, forderte der Zweit- den Erstangeklagten auf, noch eine Mülltonne anzuzünden: „Aber nur so zum Spaß. Ich habe nicht gedacht, dass er das wirklich macht.“
"Feuer gemacht"
Videos von Überwachungskameras und vom Handy des 15-Jährigen zeigten aber anderes: Dort war nämlich der Jüngere unter anderem mit den Sätzen „Alles angezündet, Alter!“ und „Wir haben ein Feuer gemacht“ zu hören. Daher ging der Schöffensenat davon aus, dass sehr wohl beide an der ersten, gravierenden Brandstiftung beteiligt waren. Der Erstangeklagte erhielt, weil bereits mehrfach vorbestraft und erst kürzlich zu zwei Monaten Haft verurteilt, eine Zusatzstrafe von 20 Monaten unbedingt. Der Zweitangeklagte fasste acht Monate bedingt aus. Beide erbaten Bedenkzeit, das Urteil ist nicht rechtskräftig.
UAS