Über 900 Alarmierungen für die beiden Osttiroler Notarzthubschrauber Christophorus7 und Martin4 im letzten Jahr.
Es war wieder ein einsatzstarkes Jahr für die beiden Rettungshubschrauber in Osttirol. In Nikolsdorf ist seit genau 25 Jahren der gelbe Christophorus7 der ÖAMTC Flugrettung stationiert und von Matrei aus hebt jeweils während der Wintersaison der rote Martin4 Hubschrauber der Heli Austria ab.
165 Alarmierungen für Martin4 in Matrei
Vom 1. Jänner bis 31. März 2025 war der Notarzthubschrauber Martin 4 in Matrei stationiert und jetzt wieder seit dem 20. Dezember. In den knapp dreieinhalb Monaten wurden 165 Einsätze verzeichnet, fast gleich viele wie im Jahr davor. Der größte Teil erfolgt aufgrund von Sport- und Freizeitunfällen. An den einsatzstärksten Tagen in den Semesterferien des letzten Jahres wurden bis zu fünf Alarmierungen täglich gezählt. Das Martin4-Team in Matrei zählt 9 Flugretter und vier Piloten, dazu wechseln sich insgesamt 12 Notärzte ab, ein Großteils des Personals stammt aus Osttirol.
Schwerere Verletzungen aufgrund geringer Schneelage bei Skiunfällen
Allein in den letzten 11 Tagen des Jahres wurden 25 Einsätze verzeichnet, berichtet Martin4-Stützpunktleiter Christian Wibmer. Aufgrund des Schneemangels passieren allerdings schwerere Unfälle mit schwereren Verletzungen, vor allem bei Stürzen am Pistenrand.
Das bestätigt auch Martin Fuetsch, Leiter des C7-Stützpunktes in Nikolsdorf. Der ÖAMTC-Hubschrauber Christophorus 7 ist das ganze Jahr über in Nikolsdorf stationiert. Vor 25 Jahren - im Jänner 2001 hat die ÖAMTC Flugrettung den Hubschrauber-Standort in Osttirol übernommen. Das gesamte Team umfasst mit Piloten, Flugrettern, Helfern, Notärztinnen und Notärzten an die 30 Einsatzkräfte.
753 Alarmierungen für Christophorus7 in Nikolsdorf
Der gelbe C7-Notarzthubschrauber wurde im vergangenen Jahr zu 753 Einsätzen alarmiert, mehr als die Hälfte davon in Kärnten. Mehr als ein Drittel der Rettungsflüge war aufgrund von medizinischen Notfällen erforderlich, in 27 Prozent der Fälle ging es um Sport- und Freizeitunfälle und mehr als jeder 10. Flug betrifft Patienten-Verlegungen zwischen Krankenhäusern. Außerdem absolvierte das Team vom Christophorus7 im abgelaufenen Jahr 68 Tau-Bergungen.
Nachtflug-Tauglich
Die Flugrettungs-Teams sind grundsätzlich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang in Einsatzbereitschaft. Der C7-Hubschrauber ist schon seit einigen Jahren auch mit Nachtsicht-Technik ausgestattet, sollte ein Einsatz erst nach Einbruch der Dunkelheit abgeschlossen werden können. Auch das Martin-4-Team hat im letzten Jahr eine Nachtflug-Ausbildung absolviert, und die Einsatzfähigkeit bei Dunkelheit erweitert, teilt Wibmer mit.
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