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25. März 2026

Debantbach-Kraftwerk weiter abgelehnt

Nußdorf-Debant hält weiter am Nein zum Oberstufenkraftwerk am Debantbach fest, trotz neuer Angebote des Bauunternehmens.

Talsperre Debanttal Foto: Marktgemeinde Nußdorf-Debant

Nußdorf-Debant bleibt beim Nein zum Debantbach-Oberstufenkraftwerk. Bereits seit 2008 verfolgt die Theurl Leimholzbau GmbH aus Assling Pläne für ein Kraftwerk im Debanttal, die ersten Versuche scheiterten jedoch am Widerstand der Gemeinden und betroffener Grundeigentümer.

2023 startete das Unternehmen einen neuen Anlauf, gemeinsam mit den Gemeinden Dölsach und Nußdorf-Debant eine Betreibergesellschaft zu gründen, die Verhandlungen wurden jedoch Ende 2025 ergebnislos abgebrochen. In der Gemeinderatssitzung am 24. März 2026 stimmten die MandatarInnen einstimmig dafür, ihre ablehnende Haltung beizubehalten und keine weiteren Gespräche mit Geschäftsführer Michael Theurl zu führen.

Überwiegende Bedenken sind der Erholungswert des Debanttals, Hochwassersicherheit, drohende Enteignungen und mögliche Probleme bei Hof- und Hüttenzufahrten. Die Gemeinde Dölsach prüft aktuell die entgeltliche Zurverfügungstellung von Grundstücken, während Nußdorf-Debant weiterhin strikt ablehnt.

Bürgermeister und Gemeinderat haben sich zudem vorsorglich ermächtigt, mögliche Genehmigungsbescheide juristisch bis zu den Höchstgerichten anzufechten. Damit ist klar: Das Oberstufenkraftwerk am Debantbach wird in Nußdorf-Debant vorerst nicht realisiert.

Nein zum Debantbach-Oberstufenkraftwerk
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Kommentare

Keine Kommentare
  • Hans
    Man soll die Energie Nutzen wo sie ist die Menschheit will immer noch mehr aber nichts darf Gebaut werden in meiner Umgebung!
    Man darf nicht mehr immer die Bevölkerung fragen sondern Notfalls muss Enteignet werden um Energieanlagen zu Bauen..,.
    +8
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  • Bürger der Vernunft
    Gratulation an Andreas Pfurner und seinen Gemeinderat - Hier nicht „umzufallen“ ist bemerkenswert und sehr anstrengend.
    Die wunderschöne Natur des Debanttals zu erhalten ist weitaus nachhaltiger als ein Kraftwerk es je sein könnte.
    Mit Geld kann man halt nicht alles kaufen!
    +34
    -16
    • Hans Pechlaner
      Es ist keine Schande, seine Meinung zu ändern, wenn sich Rahmenbedingungen oder äußere Umstände verändern. Im Gegenteil – stures Festhalten an einmal gefassten Positionen wäre problematisch.
      Warum wird oft angenommen, dass ein Kraftwerk zwangsläufig die Natur eines Tales zerstört? Ist es nicht ebenso die Natur selbst, die Täler durch Hochwasser oder andere Ereignisse verändern oder sogar zerstören kann?
      Die abgebildete Talsperre dient dem Hochwasserschutz – auf sie möchte man sicherlich nicht verzichten. Gleichzeitig besteht jedoch weiterhin eine Abhängigkeit von ausländischen Energielieferanten, die ebenfalls berücksichtigt werden sollte.
      +4
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