Der Grüne Klubobmann Gebi Mair befürchtet eine Fortführung der Verdunkelung rund um das Finanzdebakel in Matrei. Das Land sei für Kontrolle zuständig, Informationen dazu gebe es aber keine.
Der Matreier Gemeinderat hat am Donnerstag mehrheitlich eine Förderung in Höhe von einer Million Euro für das von der Schultz-Gruppe geplante Hotelprojekt beschlossen, laut Bürgermeister mit Erlaubnis des Landes. Siehe dazu unseren Bericht "Matrei segnet die Million für Schultz-Hotel ab"
Die Tiroler Grünen sehen hier ein Beispiel dafür, dass man aus Fehlern nicht lernt und Missstände fortsetzt. Die Verantwortung liege vor allem beim Land Tirol, betonte der Grüne Klubobmann Gebi Mair am Freitagvormittag in einer Pressekonferenz in Lienz.
Ein Nachlass auf Erschließungskosten bzw. Förderungen in diesem Zusammenhang seien gesetzeswidrig, erklärt Mair. Er will außerdem wissen, welche Kontrolle und Prüfberichte es seitens des Landes in den vergangenen beiden Jahren gegeben hat, nachdem der Rechnungshof 2024 seine Prüfung beendet hat. Auf diese Anfrage habe die Gemeindeabteilung des Landes trotz Informationsfreiheitsgesetz mit einem negativen Bescheid reagiert. Mair hat deshalb Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht eingelegt.
Nächster Anlauf im Finanzkontrollausschuss
Weitere Aufklärung erhofft sich Mair auch in der zweiten Sitzung des Finanzkontrollausschusses zur Causa Matrei am 7. Mai. Dazu wurde u.a. Landeshauptmann Anton Mattle eingeladen.