OVT: Frau Tschabitscher, warum haben Sie sich vor allem der Lyrik verschrieben?
Christiane Tschabitscher: Die Literatur war schon immer mein Steckenpferd. An den lyrischen Texten liebe ich es vor allem, dass die sprachliche Gestaltung des geschriebenen Wortes so unendlich harmonisch auf das Papier fließen kann, auch wenn es traurige Gefühle oder Begebenheiten sind und sich diese dort zu einem stimmigen Ganzen wiederfinden.
Die Literatur begleitet Sie seit Ihrer Schulzeit. War dies mit ein Auslöser für ihre jetzige künstlerische Tätigkeit?
Das ist richtig, seit ich schreiben kann, bringe ich meine Gedanken und Gefühle zu Papier. Es gab Wegbegleiter, die mich immer wieder auf meine Texte und eine eventuelle Veröffentlichung dieser angesprochen haben. So hat nun ein Teil meiner lyrischen Dichtung den Weg in das Buch: „Von guten Mächten wunderbar geborgen…“ gefunden und ich bin sehr glücklich darüber.
Sie schreiben auch gern Kurzgeschichten, Märchen und Sagen. Wie kombinieren Sie die unterschiedlichen Stilrichtungen?
Es kommt beim Schreiben immer auf die Situation und die Eingebung an, das ist keine Frage des Kombinierens. Manchmal bedarf es in einem Moment, einer Begegnung mit Natur oder Mensch, einfach, den Worten eine Geschichte zu geben. Ein anderes Mal tragen wenige Worte die Gedanken und Gefühle zwischen den Zeilen.
Woher holen Sie sich ihre Ideen?
Es gibt viele Situationen, Augenblicke, Momente, Begebenheiten und Begegnungen, die mich berühren. Mich inspiriert vor allem unsere wunderbare Schöpfung, die Natur, die Stille. Menschen die in meinem Leben sind oder waren finden mit meiner geschriebenen Sprache ihren Platz in meinen Zeilen.
Worauf legen Sie bei ihren Werken besonders Wert?
Meine Texte sind ehrlich, gefühlvoll und tiefgründig, sie spiegeln mich und meine Persönlichkeit wieder. Da ist nichts aufgesetzt. Mit meinen lyrischen Texten möchte ich den Menschen Mut, Hoffnung und Lebensfreude schenken, vor allem jenen, die sich verloren haben in einer oft ruhelosen Zeit, das ist mir wichtig.
Welchen Wunschtraum möchten Sie sich erfüllen?
Ich bin ein sehr zufriedener Mensch und habe keine Wünsche. Ich durfte einmal bei den Salzburger Festspielen Peter Simonischek als Jedermann erleben. Ihn einmal persönlich zu treffen, das wäre schön. Wenn das ein Wunschtraum ist, so habe ich jetzt einen!
Und wie gefällt Ihnen der Oberkärntner Volltreffer?
Den „Oberkärntner Volltreffer“ erwarte ich jede Woche mit großer Freude. Ich finde es großartig, dass regional von allen drei Tälern berichtet wird und man so immer bestens informiert ist über das Geschehen in Oberkärnten.